Museum der Arbeit - Verständliche Technik

In den 1950er Jahren gehörten sie zu Hamburg wie Michel und Hafen – die Spielplatzautos in Hagenbecks Tierpark. Wer mit der Straßenbahn zu Hagenbeck fuhr, konnte gleich beim Aussteigen das dünne Zweitakt-Knattern hinter der hohen Hecke vernehmen. Dort zogen die kleinen Renner des Hamburger Konstrukteurs Cuno Bistram auf einer ovalen Bahn ihre Runden. In der kargen Nachkriegszeit waren sie die Attraktion, konnten Kinder dort selbstständig Gas geben und sich fühlen wie die damaligen Rennfahrer-Idole Juan Manuel Fangio oder Stirling Moss.

Das Museum der Arbeit zeigt auf der NORTEC 2018 aus seiner Sammlung fünf dieser Cuno-Bistram-Fahrzeuge in ganz unterschiedlichen Erhaltungszuständen.

Cuno Bistram (1923-1973) betrieb seit Pfingsten 1948 eine Rennbahn im Tierpark Hagenbeck – zunächst mit fünf antriebslosen Wagen, die von einer Rampe gestartet wurden. 1954 baute er Zweitaktmotoren in diese mehr als 2 Meter langen Rennwagen ein und fortan konnten Kinder und Jugendliche auf der Strecke Rennen fahren. Als Cuno Bistram 1973 starb, verschwanden die fünf Autos auf einem Futterboden - Dr. Claus Hagenbeck, der als Jugendlicher auch Fahrten im Tierpark ohne Drosselung des Motors unternommen hatte, sorgte dafür, dass sie dort erhalten blieben. Im Frühjahr 2012 übergaben die Töchter des Konstrukteuers Monika und Gesina Bistram die fünf Wagen dem Museum der Arbeit.

Alle Wagen werden zukünftig museal restauriert. Am Messestand ist ein Austausch mit der Restauratorin und der Werkstatt des Museums der Arbeit möglich.

Cuno-Bistram-Fahrzeuge
Cuno-Bistram-Fahrzeug 2014
Cuno Bistram in Hagenbecks Tierpark