5 Fragen an Patrick Postel

Kurz vor Start des zweiten NORTEC Industriegesprächs, am 13. September 2019 um 10:30 Uhr auf der solutions.hamburg, haben wir mit Patrick Postel gesprochen – dem Gesicht hinter Deutschlands größtem Digitalkongress seiner Art. Wie kam es zur Kooperation der solutions.hamburg mit der NORTEC, worauf freut er sich am meisten und was sind seine Zukunftsprognosen für die Produktion 4.0?

1. Moin Patrick, wenige Wochen vor Start der solutions.hamburg 2019: Was ist neu in diesem Jahr und worauf freust du dich persönlich am meisten?

Ehrlich gesagt ist es die Veranstaltung als GANZES, auf die ich mich jedes Jahr am meisten freue. Die Kompetenzen auf und vor den Bühnen und eine Stimmung, die kein Nebeneinander und schon gar kein Gegeneinander vermittelt, sondern ein MITEINANDER. Diese Stimmung ist mein persönliches Highlight, denn Digitalisierung wird nur als Team gelingen.

Bei den Neuerungen ist vor allem das neue Spezialformat der Thementage im Kino zu nennen: Der Crashkurs für Führungskräfte im Mittelstand am Mittwoch, der Logistik-Tag am Donnerstag (zu Lande, zu Wasser und in der Luft) und vor allem natürlich die 360-Grad-Erfahrung im Bereich IoT/Industrie 4.0 am Freitag. Das ist eines der Themen die zwar schon lange in aller Munde sind, und das zum Glück nicht als Strohfeuer, sondern als Megatrend, der von Jahr zu Jahr an Kraft und Bedeutung gewinnt.

 

2. Du sagst, Digitalisierung ist Teamsport. Was hat das mit unserer Kooperation zu tun?

Unser Wirtschaftsraum hat eine tolle Startposition, um die kommenden Herausforderungen und Chancen zu meistern. Man konnte sich aber noch nie auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen: Man muss immer am Ball bleiben. Und wer die größten Potentiale heben möchte, muss auf Zusammenarbeit setzen. Die Nortec und die solutions haben nicht nur beschlossen, diesen WERT gemeinsam vorzuleben, wir wollen uns auch gegenseitig in diesem Bemühen unterstützen. Beiden Teams ist es wichtig, auf ihren Events eine Atmosphäre zu schaffen, die diese Grundeinstellung fördert und die Botschaft transportiert. Wir verstehen uns als Orte der Begegnung und der Kommunikation, wo Partnerschaften intensiviert oder neu geschlossen werden.

 

3. Warum lohnt sich für Industrievertreter ein Besuch der solutions.hamburg?

Wie der Name schon sagt: Es geht bei der solutions um Lösungen. Und zwar um Lösungen, die heute schon verfügbar sind. Es handelt sich fast ausschließlich um Berichte aus der Praxis. Darin finden Probleme und Fehler ebenso einen Platz wie die Lösungen – gerade auch im Kontext von Industrie und industrieller Produktion. Viele Herausforderungen im Rahmen der Digitalisierung sind selbst in verschiedenen Branchen sehr ähnlich. Den Faktor Mensch und das Mitnehmen der eigenen Mitarbeiter dürfen wir hier niemals vergessen. Ein gemeinsamer Erfahrungsaustausch bringt alle gemeinsam voran. Hierfür schaffen wir mit der solutions den perfekten Rahmen. Wir geben das Versprechen: „Fortbildung, Inspiration und Networking.“ Und das halten wir auch. Getreu unseres Kongressmottos: „Digitalisierung ist Teamsport.“

 

4. Nach der solutions.hamburg ist vor der NORTEC 2020: Was bringt ihr mit?

Ehrlich gesagt: Ich möchte hierzu noch keine Details verraten, um meinem großartigen Team nicht vorzugreifen. Lasst euch einfach überraschen.

 

5. Deine drei Thesen zur Zukunft der industriellen Produktion?

  1. Ich sehe die Themen IoT & Industrie 4.0 als Megatrends, da diese so gut wie alle Bereiche unseres Lebens erreichen werden. Viele hatten die Vorstellung, dass dies ebenso schnell gehen wird, wie in der „Web-Welt.“ Dabei wurde aber völlig vergessen, dass es sich in der Industrie 4.0 um Dinge handelt, die wirklich produziert, vermarktet, transportiert, gekauft, installiert und integriert werden müssen. Die Zyklen hier sind ganz andere als im B2C-Bereich, aber auf keinen Fall weniger kraftvoll, ganz im Gegenteil.
  2. Austausch, gegenseitige Inspiration, Kooperation und schlichtes „Ausprobieren“ sind die Innovationstreiber dieser Branche. Niemand kann es sich leisten, hier NICHT in Forschung, Entwicklung und Wissensaufbau und Networking zu investieren.
  3. In der Vergangenheit wurde häufig die Einführung neuer Werkzeuge und Methoden von Vorurteilen, gefährlichem Halbwissen und sogar von Angst begleitet. Denken wir nur an die ersten Landmaschinen oder die ersten Rechnersysteme. Am Ende haben sie alle dazu geführt, dass es der Menschheit besser ging und wir uns weiterentwickelt haben. Lasst uns daher die neue Zeit und die neuen Möglichkeiten als das begreifen was sie sind – großartige Chancen.

Patrick, vielen Dank für das Gespräch!

Weitere Informationen zum NORTEC Industriegespräch unter: https://2019.solutions.hamburg/tracks/IoT-360-Smarte-Dinge-erschaffen